Der Peiner Schwan - Ein Stück Peiner Kultur

Ein Fachwerkgebäude, das die Stadt Peine im baufälligen Zustand im Jahr 2001 kaufte und im Anschluss komplett sanierte. Zum Gebäude gehört ein hofseitiger Fachwerkanbau und ein großer Backsteinbau im Hof, der als Pferdestall und Lager diente. Im Zuge der Sanierung wurde ein Durchgang zum Innenhof geschaffen und der Hof als Biergarten neu gestaltet.
Außerdem wurde der Prachtgiebel an der Seite des Gebäudes als besonders repräsentativer Teil der Fassade durch den Abriss des Nachbarhauses wieder sichtbar gemacht.

Bei der Renovierung des Gebäudes wurde festgestellt, dass das Haupthaus im Jahre 1595 als dreigeschossiger Renaissancebau erstellt wurde. Es ist damit das älteste Gebäude von Peine. Das Wirtschafts- und Wohnhaus wurde in Stockwerkbauweise ausgeführt. Durch diese Bauweise gewann man Raum, denn die oberen Stockwerke konnten über die Grundfläche des Hauses hinaus erweitert werden. Das jetzige Gebäude ersetzte ein Haus, dass beim Stadtbrand von 1592 mit weiteren ca. 60 Häusern der Peiner Altstadt zerstört wurde. Im Erdgeschoss finden sich außergewöhnliche und selten gut erhaltene Renaissance-Malereien aus der Bauzeit des Hauses

Das jetzige Gebäude weist deutliche Spuren vieler Umbaumaßnahmen im 18. und 19. Jahrhundert auf. So wurde eine Zwischendecke im Erdgeschoss eingezogen. Sie war nötig, um weiteren Wohnraum zu schaffen. Hierzu musste das große Einfahrtstor zur Breite Straße entfernt werden. Es wurde durch die noch heute bestehende niedrige Eingangstür ersetzt. Die straßenseitige Seilwinde mit der darunter befindlichen Ladeöffnung im 2. OG wurde ebenfalls in dieser Zeit eingebaut.

Zusätzlich wurden die Fensteröffnungen vergrößert und der hofseitige Fachwerkanbau sowie später das Backsteingebäude im Hof erneuert.

PeineMarketing hat Ihre Geschäftsstelle seit dem 26. Januar 2016 im Anbau zum Peiner Schwan. Die ehemalige Tradionsgaststätte kann nun für Privatfeiern, Vereinssitzungen, Seminare, Veranstaltungen usw. gemietet werden.

 

Die Traditionsgaststätte

Es gibt keine konkreten Belege darüber, wie lange der „Weiße Schwan“ bereits als Kneipe oder Gaststube genutzt wurde. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich aber bereits bei dem abgebrannten Vorgängergebäude um eines von mindestens 30 Brauhäusern im Peiner Stadtgebiet. Das jetzige Gebäude wird als Braustätte erstmals im Jahr 1761 erwähnt. Damals wurde das Haus inklusive Braupfanne und Braugeräten zu einem Preis von 1900 Reichstalern verkauft. Eine Schankerlaubnis muss im Jahr 1886 erteilt worden sein. Bereits zu dieser Zeit wurde in dem Gebäude ein Gasthof mit Pferdeausspann betrieben, dessen wohl bekanntester Gast im April 1928 der „Eiserne Gustav“ auf seiner legendären Fahrt von Berlin nach Paris war.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war hier der Ort, an dem das Corps der Bürgersöhne wieder an die Tradition des Peiner Freischießen anknüpfte und sie wieder aufleben ließ. Der „Weiße Schwan“ war zu dieser Zeit Ort für Kollegiumssitzungen, diente der organisatorischen Vorbereitung des Freischießens und war Stammlokal der „Junggesellen“.

Ausgrabungsfundstücke...

Ausgrabungen 2002
Ausgrabungen 2002
Ausgrabungen 2002
Ausgrabungen 2002